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Im Mai 2015 konnten wir eine geführte Exkursion über die renaturierte Hausmüll-Deponie Föhrenbuck mit Herrn Wolfgang Dötsch, Diplom-Biologe und Geschäftsführer des Bund Naturschutzes, vereinbaren. Er informierte uns über die Problematik der Altdeponie.

Diese liegt ganz in der Nähe des Nürnberger Hafens. Es ist nur ein kurzer Spaziergang und man kommt der Altdeponie näher. Zuerst merkt man gar nicht, dass dort eine Deponie war. Das Gebiet scheint eine leichte natürliche Erhebung zu sein mit einem relativ jungen Baumbestand. Bevor man den Weg nach oben folgt, kommt man an ein Schild mit der Aufschrift „Landschaftsschutzgebiet“ vorbei. Wenn man höher kommt wird die Landschaft offener und sieht wie eine Heidelandschaft aus. Oben angekommen gibt es zur Belohnung eine gute Aussicht auf Nürnberg und Umgebung. Jetzt könnte man denken, dass dieser Ort sehr idyllisch ist. Jedoch trügt der Schein. Bei genauerer Betrachtung kommt der alte Müll an vielen Stellen hervor, denn die oberste und abdeckende Schicht ist nur sehr dünn. Regenwasser kann somit ungehindert in den „Müllberg“ dringen und dabei umweltbelastende Stoffe aufnehmen. Da die Altdeponie zudem noch auf einem Urtal liegt, wird das verseuchte Wasser durch dieses Tal in weitere Regionen geleitet und verseucht unser Grundwasser sowie die unmittelbar daneben liegende Pegnitz.

Was fehlt ist eine Abdeckung nach oben. Diese Dichtung sollte aus einer 50 cm dicken Lehmschicht, darüber eine Kunststoffabdichtung und ganz oben eine bis zu zwei Meter hohe Schicht aus sandigem Boden bestehen. Da dieses ganze Gebiet aber ein Landschaftsschutzgebiet ist, kann der Wald nicht einfach abgeholzt werden um die Dichtung aufzubringen.

(Ein Landschaftsschutzgebiet dient dem Schutz des allgemeinen Erscheinungsbild der Landschaft, können aber auch ausgewiesen werden, um das Landschaftsbild für Tourismus und Erholung zu erhalten. Auflagen und Nutzungseinschränkungen sind geringer als bei Naturschutzgebieten.)

Es ist sehr schwer mit den Altlasten umzugehen und es kostet eine Menge Geld. Manchmal muss man entscheiden, welches „übel“ besser ist, den Wald abholzen und die Abdeckung auftragen oder alles beim Alten lassen. Vielleicht ist auch schon in Planung dieses Gebiet Stück für Stück richtig abzudecken.

Ulrike Raffael 

Quellen: www.vsr-gmbh.de, www.nordbayern.de/ressorts/artenvielfalt-auf-der-reststoffdeponie-sud, de.wikipedia.org/wiki/Landschaftsschutzgebiet


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